Der Alltag für Menschen mit Bedarf an Unterstützung ist voller Barrieren - nicht nur aus Stein oder Beton.

Barrierefrei?

Barrierefrei ist ein mittlerweile gängiger Begriff, der einen freien Zugang auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen signalisiert. Auch im Internet hat sich der Begriff etabliert für Webseiten, die auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und anderen Behinderungen verständlich und bedienbar sind. Eine Wohnung barrierefrei zu machen heißt, sie so umzugestalten, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sich in ihr frei bewegen können.

Im übertragenen Sinne ließe sich auch als Ziel formulieren, die Gesellschaft so umgestalten, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen in einem möglichst hohen Maße in ihr frei bewegen können, bzw. trotz ihrer Einschränkungen ein zufriedenes Leben führen zu können. Dabei wird bei den Hindernissen, die sich den Menschen in den Weg stellen nicht nur an Treppen, Betonabsätze oder Mauern gedacht. Gemeint sind alle bestehenden sozialen, organisatorischen, technischen, kulturellen und nicht zuletzt finanziellen Barrieren, die Menschen daran hindern, nach ihren Interessen und Bedürfnissen ihr Leben zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die Zahl der Menschen mit altersbedingten Einschränkungen oder Behinderungen steigt in der Gesellschaft stark an. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass sich der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten deutlich vergrößert. Auch die Anzahl von Menschen mit Behinderungen steigt stetig an.

Parallel gibt es zwei weitere wichtige Entwicklungen:
Nachdem viele traditionelle Muster in der Gesellschaft in Frage gestellt oder durch neue gesellschaftliche Entwicklungen (Veränderung familiärer Bindungen) abgelöst wurden, hat sich als allgemein anerkanntes Ziel Geltung verschafft, jedem Menschen ein möglichst hohes Maß an Selbstbestimmung bei der Gestaltung seines Lebens - und das auch im Alter oder mit einer Behinderung - gewähren zu wollen.

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Gestaltung des Lebens mit Kosten verbunden ist. Gerade Menschen mit einem sich langsam oder rasch steigendernden Hilfebedarf geraten immer häufiger an die Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten. Schon heute ist es so, dass die Rente oft nicht ausreicht, um sich eine bedarfsgerechte Unterstützung zu sichern. Für die Zukunft wird vorausgesagt, dass das Rentenniveau sich nach unten bewegen wird. Auch die staatlichen Mittel für Menschen mit Behinderungen, z. B. im Rahmen der Eingliederungshilfe, sind knapp bemessen.

Alles in allem geht es also um dies:

Einer immer größer werdenden Zahl von Menschen mit unterschiedlichsten Hilfebedarfen...

...im Sinne ihres Selbstbestimmungsrechts Wahlmöglichkeiten zu schaffen, die den eigenen Bedürfnissen und Interessen entsprechen...

...und zwar zu Kosten, die für den Einzelnen dauerhaft leistbar sind.

Genau hierbei sehen sich Betroffene wie deren Angehörigen, wenn der Fall einer Hilfebedürftigkeit eintritt, tvielfältigen Hürden, Hindernissen und Barrieren gegenüber. Die Gesellschaft und damit wir alle sind aufgerufen daran mitzuwirken, dass diese Barrieren aus dem Weg geräumt werden, sich für eine barrierefreie Gesellschaft einzusetzen.

Für ein barrierefreies Bielefeld...

In Bielefeld gibt es ein sehr enges Netz von Hilfsangeboten für Menschen im Alter oder mit Behinderungen. Neben den großen etablierten Wohlfahrtsverbänden und Trägern der Altenhilfe hat sich eine vielfältige Landschaft neuer Anbieter gebildet. Die Voraussetzungen gerade hier in Bielefeld sind also gut, aus dieser Stadt ein im immer größeren Maße barrierefreies Gemeinwesen zu entwickeln. Das Projekt biELEFELD - baRRIEREFREI will dabei mitwirken.

Was im Rahmen des Projekts biELEFELD - baRRIEREFREI konkret geplant ist, lesen Sie hier

Download:

biELEFELD baRRIEREFREI Projektskizze als PDF


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Herzlichen Dank!


Initiative biELIEFELD baRRIEREFREI
c/o Christoph Weber-Schlauss, Menzelstr. 38, 33613 Bielefeld, Tel.: 0521 45 48 255, Mobil: 0160 40 98 645, E-Mail: info@bi-ba.org